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Benediktineroblaten
- Was ist das?

Die Klöster Benedikts haben sich schon sehr früh für ihre Umgebung geöffnet, wurden zu seelsorglichen und kulturellen Zentren. Manche haben eine große Ausstrahlungskraft entfaltet, die weit über ihren nächsten Wirkungsbereich hinausreichte. Das führte dann dazu, dass auch Christen in der Welt in mehr oder weniger starkem Kontakt zu einer benediktinischen Klostergmeinschaft traten. Sie waren durch Freundschaft und Gebet mit der Klostergemeinde verbunden, sie standen vielleicht sogar im Dienste des Klosters oder unterstützten es in seinen Aufgabenbereichen. Jedenfalls hielten sie engen Kontakt mit der klösterlichen Familie und erhielten ihrerseits von dort geistliche Anregung und Hilfen für ihr religiöses Leben. Sie waren mit aufgenommen in das Gebet der Mönche und sie selbst stellten eine gewisse Verbindung her zwischen Kloster und Welt.

Im 11. Jahrhundert nannte der Abt des Klosters Hirsau im Schwarzwald die mit dem Kloster verbrüderten Christen "Oblaten". Seitdem hat sich diese Bezeichnung erhalten für Menschen, die das Evangelium in der Welt nach der Weisung Benedikts leben wollen.


"Oblate" kommt aus dem lateinischen "oblatus", was so viel bedeutet wie "dargebracht", "aufgeopfert". Jeder Christ wurde in der Taufe "in Christus Gott dargebracht (oblatus)". Wenn er Benediktineroblate wird, will er bewußter aus der Taufgnade leben, um so auch intensiver beizutragen zur Umgestaltung der Welt in Jesus Christus und seinem heiligen Geist.


In den Satzungen der Bayerischen Benediktinerkongregation steht: Jedes Kloster kann sich Geistliche und Laien, Männer und Frauen, die außerhalb des Klosters leben, durch das Band der Oblation angliedern. Für diese Weltoblaten gelten eigene Satzungen.

Wesentliches über das Leben der Oblaten wird in Nr. 12 der Satzungen "Geistliches Leben der Benediktineroblaten" gesagt:

"Das geistliche Leben des Benediktineroblaten ist bestimmt durch das Evangelium Jesu Christi und die Überlieferung des benediktinischen Mönchtums. Durch Eucharistie und Stundengebet nimmt der Oblate in dem ihm möglichen Maß am Opfern und Beten der klösterlichen Gemeinschaft teil und ist ihr dadurch in besonderer Weise verbunden. Inneres Beten und geistliche Lesung, besonders der Heiligen Schrift, nehmen im Leben des Oblaten einen bevorzugten Raum ein."

Der Weg zu Gott wird für den Oblaten durch die heilige Regel vorgezeichnet. "Dieser Weg lässt ihn im Geiste des Gehorsams (des Hinhörens auf Gott) seine täglichen Aufgaben in Familie und Beruf, Kirche und Gesellschaft und jeden Dienst am Nächsten als Gottesdienst erkennen. Er soll mehr bestrebt sein, das Gewöhnliche gut zu tun, als das Außergewöhnliche zu suchen. Anspruchslosigkeit und Einfachheit der Lebenshaltung sind Zeugnis jener inneren Freiheit, zu der das Evangelium Jesu Christi führen will. In dieser Freiheit gebraucht er, was er besitzt, und lässt diejenigen daran teilhaben, die seiner Hilfe bedürfen."

Weitere Informationen zum Thema siehe unter "Benediktineroblaten". Hier finden Sie auch die vollständigen Satzungen.


Interessieren Sie sich speziell für die Oblatengemeinschaft von Ottobeuren und möchten Sie sich eventuell der Abtei Ottobeuren als Benediktineroblate angliedern, dann wenden Sie sich, bitte, an:

Oblatenrektor
der Benediktinerabtei Ottobeuren
Sebastian-Kneipp-Str. 1
87724 Ottobeuren
083322 - 7980