Der "Benediktinerhimmel"

Der Benediktinerhimmel von J.J. und Fr. A. Zeiller


Ottobeuren ist von Anfang an ein Kloster des Hl. Benedikt, der als Patriarch des Abendlandes gerühmt und auch als Patron Europas verehrt wird. Ihm sind - in einer Kirche seines Ordens selbstverständlich - Bilder mit Szenen aus seinem geisterfüllten Leben gewidmet.

U. a. das Fresko in der Langhauskuppel, der sogenannte "Benediktinerhimmel":

Es verherrlicht den Hl. Benedikt als einen wahren Mann Gottes und als einen geistbegnadeten Seher, der die ganze Welt wie in einem Sonnenstrahl erblicken durfte. Verherrlicht werden aber auch die Heiligen, die nach seiner Ordensregel lebten, wobei hier nur die aufgezählt sein sollen, die anhand ihrer Attribute zu identifizieren sind:

Seine Schwester Scholastika (Taube vor der Brust); die Ordensfrauen Gertrud v. Helfta (brennendes Herz), Mechthild v. Hackeborn (weißer Zisterzienserhabit), Elisabeth v. Schönau (Taube), Walburga (Fläschlein) und Ottilie (Buch mit Augen); der Märtyrer Placidus (blutiges Schwert) mit Gefährten; die Gelehrten Leander ("Contra Arianos" Libri ll.) und Lanfrancus (Monstranz); die Kapläne Mariens Anselm v. Canterbury (Rose), Ildefons v. Toledo (Bild der Immaculata), Beda Venerabilis (Erd- u. Himmelsglobus) und Hermann Contractus (Krücke, Salve Regina); die Glaubensboten Magnus (Drache, Magnusstab), Leonhard (Kette), Otmar (Fässchen), Wolfgang (Beil, Kirchenmodell), Korbinian (Bär mit Packtaschen), Meinrad (Keule mit Raben), Gallus (Bär mit Brennholz) und Bonifatius (Schwert im erhobenen Buch); eine Gruppe Missionare bei der Völkertaufe; die Ordensreformer Petrus Cölestinus (Cölestinerhabit, Buch) und Bemhard v. Clairvaux (Leidenswerkzeuge, Buch); die Bischöfe Rupert v. Salzburg (Salzfass) und Burkhard v. Würzburg (Szepter mit Lorbeerzweig) sowie die Päpste Lce III. (Reichsbanner, Kaiserkrone), Gregor d. Gr (Taube) und Bonifaz IV. (Pantheon).