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Das Leben der Mönche läßt sich an den zwei Säulen Gebet (lateinisch "ora" = bete!) und Arbeit (lateinisch "labora" = arbeite!) zeigen:
Die wichtigste Aufgabe eines Benediktinerklosters ist das gemeinsame Gebet der Mönche, "Chorgebet" genannt, also der Dienst für Gott. Da die Mönche dabei auch die Anliegen der Menschen vor Gott hintragen, ist dieser Gottes-Dienst auch Menschen-Dienst.
Die Ottobeurer Mönche beten und singen jeden Tag viermal gemeinsam:
Vesper und Komplet werden dabei meistens im Gregorianischen Choral gesungen, an Sonn- und Feiertagen in lateinischer Sprache.
Neben diesen gemeinsamen Gebetszeiten sind für den einzelnen Mönch auch Zeiten für stilles, privates Gebet und Betrachtung (Meditation) vorgesehen. Lektüre geistlicher und theologischer Werke gehört ebenfalls zum religiösen Leben im Kloster.
Im Tageslauf des Mönches soll es keinen Müßiggang geben, denn das schadet der Seele, sagt die Benediktusregel. So wechseln im Kloster Zeiten des Betens mit Zeiten des Arbeitens und Zeiten des Erholens ab.
Vorrang haben Arbeiten und Dienste für Haus und Klostergemeinschaft:
Darüber hinaus übernehmen Benediktinerklöster Dienste in der Kirche, besonders an dem Ort, an dem sie angesiedelt sind. Kulturarbeit und religiöse Unterweisung sind dabei charakteristisch, gerade für Benediktiner in Süddeutschland. Die Ottobeurer Mönche arbeiten vor allem